Erste Hilfe beim Hund

Die folgenden Seiten geben nur ein Überblick für einen eventuell eintretenden Notfall. Diese Informationen können und dürfen keinesfalls den Besuch bei einem Tierarzt, die Diagnose durch einen Tierarzt und die Behandlung durch einen Tierarzt ersetzen. Viele Tierärzte und Hundevereine bieten auch "Erste Hilfe Kurse" an.

Prüfen der Lebenszeichen

Erkennen und helfen

Bei einer großen Anzahl von Notfällen kann die Ursache des Problems auf den ersten Blick erkannt werden (Verletzungen mit Blutungen oder Knochenbrüchen, ...). In anderen Fällen muss zwar schnell geholfen werden, man kann aber auf den ersten Blick nicht die Ursache des Problems erkennen. Kann nicht sofort ein Tierarzt erreicht werden, ist es hilfreich, wenn man den Zustand des Tieres mit einfachen Untersuchungen selbst einschätzen kann.


Atmung Prüfen

Die Atmung ist beim auf der Seite liegenden Tier gut sichtbar an der Brust-Bauch-Bewegung oder kann mit der Wange vor der Nase gefühlt werden.

Atmung:

 Herzschlag:

Der Herzschlag kann bei schmalbrüstigen Hunden an der Seitlichen Brustwand knapp hinter dem Ellbogen gefühlt werden oder an Arterien unten an der Zunge oder innen am Oberschenkel.

 Reflexe:

Die Reflexe geben Auskunft über Nerventätigkeit, können aber bei Bewusstlosigkeit nicht mehr auslösbar sein. Dazu gehören:

Lidreflex: Vorsichtiges, kurzes Tippen auf den inneren Augenwinkel löst den Lidschluss aus

Hornhautreflex: Tippen auf die Hornhaut des Auges führt zum Schließen des Auges.

Zwischenzehenreflex: Das feste Kneifen in die Zwischenzehenhaut führt zum Anziehen/Zucken der Gliedmaße – eine Schmerzreaktion wäre, wenn der Hund sich umdreht und schnappt!!

Findet man nur eines dieser Lebenszeichen, lebt das Tier noch.